Die psychologischen Faktoren beim Handel mit binären Optionen

binäre optionen testsiegerSowohl für Anfänger als auch für Trader mit langjähriger Erfahrung ist die größte Hürde beim erfolgreichen Börsenhandel die eigene Psychologie. Trader sind Menschen und unterliegen deshalb zahlreichen Verhaltensneigungen, die beim Handel blockieren können. Die neoklassische Wirtschaftstheorie geht vom Menschen als einen „homo oeconomicus“ aus, der rational denkt und agiert. Diese Art von Mensch wäre der perfekte Trader, da er das Risiko abwägen kann, emotionslos ist und stets kontrolliert und rational agiert. Obwohl es zumindest für den wirtschaftlichen Bereich wünschenswert wäre, dass wir uns diesem Modell annähern, sieht die Realität ganz anders aus.brain-544412_640

Mittlerweile hat sich in der Wirtschaft ein zweites Wirtschaftsmodell eines Menschen durchgesetzt. Es zeichnet das Bild von einem emotionalen und irrationalen Menschen, der nicht immer die wirtschaftlich sinnvollste Entscheidung trifft. Dieser Wissenschaftszweig ist als Verhaltenspsychologie bekannt. Ein Fachgebiet der Verhaltenspsychologie ist die Börsenpsychologie, auch als Behavioral Finance bekannt. Die Erkenntnisse der Behavioral Finance sind für den Händler ein wahrer Leckerbissen. Sie fasst das Verhalten der Händler zusammen und verweist auf die Verhaltensneigungen, denen ein Händler tagtäglich ausgesetzt ist. Obwohl die Herkunft dieser irrationalen Verhaltensneigungen dem menschlichen Urinstinkt entspringen, können Trader diesen entgegen wirken, wenn sie sich dessen bewusst sind.

Aus diesem Grund ist es für Trader ungeheuer wichtig, sich mit dem eigenen Verhalten und den wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinander zu setzen, um erfolgreich sein zu können. Im Nachfolgenden werden die wichtigsten Verhaltensweisen und Neigungen dargelegt, sowie ein Vorschlag zur Überwindung dieser Verhaltensweisen erbracht.

Die Recency Bias – Die falsche Einschätzung des Ganzen

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Eine der bekanntesten und weit verbreiteten Phänomene ist die Recency Bias. Sie besagt, dass die Menschen Ereignisse, die in kürzester Vergangenheit stattgefunden haben, stärker bewerten, als diejenigen, die länger zurückliegen. Hat ein Ereignis etwa erst vor wenigen Stunden stattgefunden, so wird es unser Denken stärker beeinflussen, als ein Ereignis, dass schon länger zurückliegt. Im alltäglichen Leben wird uns dieses Phänomen vor allem in Beziehungen auffallen. Die Menschen neigen dazu zu vergessen, was ein Freund oder ein Partner ihnen vor längerer Zeit Gutes erbracht hat und konzentrieren sich oft auf die negativen Ereignisse, die vor Kurzem stattgefunden haben. Andersherum funktioniert das Prinzip natürlich ebenso. Tatsächlich wird diese verzerrte Wahrnehmung jedoch nicht zu ernsthaften Schwierigkeiten führen.

Im Zusammenhang mit dem Trading jedoch, könnten Trader dazu einen Verlust im zweistelligen Prozentbereich verbuchen müssen, wenn sie sich nicht mit der Recency Bias auseinandersetzen. Hat ein Trader beispielsweise momentan eine Gewinnserie von 3 oder 4 aufeinanderfolgenden Trades zu verbuchen, so wird er wahrscheinlich das Gefühl bekommen, dass er ein besonders guter Trader sei. In der Vergangenheit war diese Gefühl überlebenswichtig, da der Mensch beispielsweise mit einem erhöhten Selbstbewusstsein auf die Jagd ging. Beim Trading jedoch kann dieses falsche Selbstbewusstsein fatal sein. Trader müssen sich merken, dass es niemals die eigenen Fähigkeiten sind, die den Profit erwirtschaften, sondern dass der Markt die Renditen generiert. Der Trader hat sich zufällig korrekt positioniert. Dennoch ist der Erfolg an der Börse kein Zufall sondern kalkulierbar.

Befindet sich der Trader also im Rausch seiner Gefühle und sieht sich bereits als den nächsten „Wolf of Wallstreet“ so wird er Gefahr laufen, beim nächsten Trade ein zu hohes Risiko einzugehen. In seiner falsch erdachten Selbstsicherheit neigt er dazu, einen Trade einzugehen, den er im „normalen“ Zustand nicht getätigt hätte. Eventuell wird dieser Trade seine zuvor erwirtschafteten Gewinne zunichte machen. Interessant ist, dass er eventuell selbst zu dieser Einstellung neigen könnte, wenn seine 20 Trades vor der Gewinnserie Verlustgeschäfte waren.
Umgekehrt neigt der Trader bei einer Verlustserie ebenfalls dazu, nachzukaufen, da er der Meinung ist, dass er die vorherigen Verluste wieder wettmachen muss.

Tipp: Trader sollten den Handelstag beenden, wenn eine Gewinn oder eine Verlustserie eintreten sollte. Wahrscheinlich wird es die bessere Entscheidung sein, um einen kühlen Kopf zu bewahren.

Verzerrte Erwartungen – Trader erwarten mehr, als die Realität hergibt

Viele Trader neigen dazu, mehr Gewinne zu erwarten, als tatsächlich möglich sind. Diese Erwartungen werden durch bestimmte Geschichten von erfolgreichen Tradern, die es in kürzester Zeit zu großem Reichtum gebracht haben, angefeuert. Die Folgen sind, dass Trader der Meinung sind, dass sie bereits mit einem kleinen Trading-Konto astronomische Gewinne erwirtschaften können. Dadurch gehen sie Risiken ein, die absolut unwirtschaftlich und unrealistisch sind. Sie träumen vom Luxus und vom extravaganten Lifestyle, den sie sich in naher Zukunft von dem erwirtschafteten Gewinnen leisten können. Tatsächlich werden sie mit dieser Einstellung allerdings nicht viel erreichen können, denn die Geschichten sind das was sie sind, Geschichten.mindset-743166_640

Praktisch wird ein Trader, der unter verzerrten Erwartungen leidet, wahrscheinlich ein konsequent zu hohes Risiko eingehen. Denkt er beispielsweise daran, wie viel Geld er mit dem Trade verdienen wird, den er im Begriff ist zu platzieren, so wird es sich dabei um einen emotionalen Trade handeln. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird dieser Trade nicht den gewünschten Profit bringen, sondern viel mehr dazu führen, dass er in kürzester Zeit viel Geld verlieren wird. Jedenfalls ist seine vorherige Analyse wahrscheinlich negativ beeinträchtigt.

Weiterhin werden Trader mit verzerrten Erwartungen oftmals darunter leiden müssen, dass sie mit ihren Erwartungen falsch liegen. Sobald sie feststellen, dass ihr Trading nicht den gewünschten Erfolg mit sich bringt, riskieren sie eventuell noch mehr. Manche Trader neigen dann sogar dazu, dass bestimmte Chartmuster so zu interpretieren, dass sie in den Rahmen ihrer Strategie passen, obwohl das eigentlich nicht der Fall ist.

 

Switching – das vorzeitige Wechseln von Strategien

Obwohl es für erfahrene Trader verständlich ist, ist es für den Anfänger eine schwer zu knackende Nuss: Jede Strategie bringt negative Trades mit sich. Sobald Trader feststellen, dass ihre Strategie nicht die erhofften Profite mit sich bringt, neigen sie dazu, ihre Strategie zu wechseln. Es ist jedoch ganz natürlich, dass eine Strategie eine bestimmte negative Schwankungen mit sich bringt und damit Verluste vorprogrammiert sind. Wer auf eine Strategie zurückgreift, die statistisch getestet wurde, darf sich von den Verlusten nicht ablenken lassen, sondern muss diese ausstehen, bis die Strategie Profite abwirft. Für die meisten Anfänger ist das jedoch schwer erträglich und so neigen sie dazu die Strategie zu wechseln, bevor diese sich überhaupt entwickeln konnte.

Fazit: Der größte Feind des Traders – die eigene Psyche

Nicht nur der berühmte Trader Dr. Van Tharp, sondern eigentlich alle erfahrenen Trader werden bestätigen können, dass die größte Hürde auf dem Weg zum erfolgreichen Trader die Überwindung der eigenen Psyche ist. Wer seine Emotionen kontrollieren kann, der kann seine Trades kontrollieren und wird mit erhöhter Wahrscheinlichkeit erfolgreich sein.

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