Gibt es Binäre Optionen Steuern?

Binäre Optionen sind momentan sehr angesagt beim Handel am Wertpapiermarkt. Sie bieten relativ viele Sicherheiten und trotz alledem kann mit einer guten Rendite gerechnet werden. Ein Fakt, den es so nur selten beim risikobehafteten Wertpapierhandel gibt. Doch was passiert eigentlich mit den möglichen Gewinnen, die erzielt werden können? Müssen diese versteuert werden? Und wie sieht das Ganze aus, wenn die Gewinne vom Privatpersonen erzielt werden?

Muss ich auf meine Gewinne Steuern zahlen?

RechnerFakt ist, dass Sie kein Geld verdienen können, ohne das Vater Staat einen Teil davon haben möchte. Dies gilt natürlich auch für den Handel mit binären Optionen. Haben Sie sich dazu entschlossen, am Wertpapiermarkt Ihr Geld gewinnbringend einzusetzen, dann dürfen Sie dies selbstverständlich gerne tun. Egal ob Sie dies privat oder als Unternehmen machen. Sind Sie ein Privatanleger, müssen Sie nur bedenken, dass Sie unbedingt einen guten und seriösen Broker benötigen, der Ihnen den Weg an die Börse ebnet.

Doch egal ob privat oder geschäftlich – fahren Sie Gewinne ein, müssen Sie diese versteuern. Jedoch erst ab einer gewissen Summe.

Hinweis: Wir gehen hier einmal davon aus, das das Finanzamt den Handel mit binären Optionen nicht als Glücksspiel ansieht, sondern an eine reguläre Tätigkeit an der Börse. Würde der Handel nämlich als Glücksspiel eingestuft, müssten auf die Gewinne keine Steuern gezahlt werden, da Einnahmen aus Glücksspielen stets steuerfrei sind. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Finanzämter zur regulären Abgeltungssteuer tendieren und daher nicht von einem Glücksspiel ausgehen.

Wie findet die Versteuerung in der Praxis statt?

Da es keine speziellen Steuern für binäre Optionen gibt, werden diesem mit dem allgemeinen Steuersatz versehen.

Haben Sie sich für einen Broker entschieden, der in Deutschland seinen Hauptsitz hat, müssen die Steuern sofort abgeführt werden. Dies erfolgt mit Hilfe des Freistellungsauftrages. Die meisten Broker sitzen jedoch im Ausland, so dass eine sofortige Abführung nicht nötig ist.

optionen-rechnerMomentan beträgt die Abgeltungssteuer 25 Prozent vom Gewinn. Sie muss mit dem Steuerformular KAP geltend gemacht werden. Dafür müssen bei der Steuererklärung alle Gewinne wie auch Verluste des Abrechnungsjahres eingetragen werden. Das Finanzamt rechnet dies gegen und wird nur auf den reinen Gewinn die steuern erheben. Im besten Falle fügen Sie die Kontoauszüge von Ihrem Konto bei Ihrem Broker bei, damit das Finanzamt einen guten Überblick hat und Sie nicht zu viele Steuern entrichten müssen. Sollten Sie in einem Jahr ein Minus erwirtschaftet haben, können Sie dieses Minus in das nächste Jahr übertragen. Es wird dann mit möglichen Gewinnen verrechnet, so dass Sie auch hier nicht mehr an Steuern bezahlen müssen, als dies unbedingt nötig ist.

Tipp: Versuchen Sie nicht, Ihre Aktivitäten als Trader von binären Optionen vor dem Finanzamt zu verbergen. Auch wenn Ihr Broker im Ausland sitzt, heißt dies nicht, das das Finanzamt nichts von Ihren Aktivitäten mitbekommt. Ganz im Gegenteil. Die Finanzbehören sind vor allen Dingen innerhalb der EU so gut miteinander vernetzt, dass ein Betrug kaum möglich ist. Seien Sie daher stets ehrlich und ersparen Sie sich so unnötigen Ärger mit dem Finanzamt, der am Ende im schlimmsten Falle auch richtig teuer werden kann.